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Kernmacherei in der Gießerei

Die Kernmacherei bildet die Grundlage für die fertigung präziser Gussteile und ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Maßhaltigkeit und Funktionalität im Gießprozess.

Anforderungen und Teilbereiche der Kernmacherei

Die Kernmacherei setzt sich aus zwei Arbeitsschritten zusammen: Zunächst werden die Sandkerne geformt. Je nach Komplexität der Gussteile werden dafür mehrere Kerne zusammengebaut. Nach der Kernherstellung wird im zweiten Schritt eine feuerfeste Schlichte auf die Kerne aufgetragen, um diese vor Hitze zu schützen. Die Präzision der Kernmacherei ist für Qualität, Maßhaltigkeit und Funktionalität des späteren Gussteils von entscheidender Bedeutung. Bereits geringe Abweichungen können zu Wandstärkenfehlern, Verzug oder einem erhöhten Nachbearbeitungsaufwand führen. Daher ist eine exakte Abstimmung aller Arbeitsschritte erforderlich, um gleichbleibende Ergebnisse im gesamten Produktionsprozess zu gewährleisten.

Kernherstellung in der Gießerei

Bevor die Gussteile geformt werden, müssen die Kerne hergestellt werden. Innenkerne legen die späteren Hohlräume des Gussteils fest, während Außenkerne Hinterschneidungen formbar machen. Die Kernmacherei erfolgt in der Regel maschinell mithilfe von Kernschießmaschinen. Diese optimieren die Sanddichte und Begasung. Sandkerne für große Gussteile bearbeiten wir dagegen in der Handkernmacherei. Neben der exakten Verdichtung des Formsandes spielen die richtige Bindemittelwahl sowie die Gasdurchlässigkeit der Kerne eine zentrale Rolle. Sie beeinflussen sowohl die Stabilität während des Gießprozesses als auch die Qualität der späteren Gussteiloberfläche.
Eine gleichmäßige Kernqualität ist dabei entscheidend, um Fehlstellen im Guss zu vermeiden und die Prozesssicherheit zu erhöhen.

Kernmontage

Um komplexe Innenkonturen und Hohlräume in den Gussteilen zu realisieren, werden in der Gießerei Sandkerne angefertigt. Je nach Produkt ist es notwendig, mehrere Kerne oder Kernteile zu einem gießfertigen Kernpaket zusammenzuführen. Dafür wird der Sand mit Bindemitteln versetzt und mittels der Kernschießmaschinen verdichtet. Eine präzise Positionierung der Kerne im Formkasten ist entscheidend, um Maßabweichungen oder Kernversatz zu vermeiden. Besonders bei komplexen Bauteilen mit engen Toleranzen erfordert die Kernmontage ein hohes Maß an Sorgfalt und Erfahrung. Bereits kleine Ungenauigkeiten können sich direkt auf die Qualität des Gussteils auswirken und zusätzliche Nacharbeit erforderlich machen.

Kernschlichten

Nach der Kernmontage wird der Kern mit feuerfester Suspension geschlichtet, um die Oberfläche der Sandkerne zu glätten und Hohlräume aufzufüllen. Dafür nutzen wir Wasser- und Alkoholschlichte. Diese Schlichte schützen den Formstoff vor dem heißen Metall und wirken als Trennmittel. Die Anwendung der Schlichte erfolgt je nach Material durch Tauchen, Sprühen, Streichen oder Fluten. Während Alkoholschlichten abgebrannt werden können, erfordern Wasserschlichte eine anschließende Ofentrocknung.
Eine gleichmäßige und fachgerechte Schlichtung trägt wesentlich zur Oberflächenqualität des Gussteils bei und reduziert das Risiko von Anhaftungen oder Oberflächenfehlern. Dadurch sinkt der Aufwand für nachgelagerte Bearbeitungsschritte. Zudem sorgt eine saubere Schlichtung für stabile Gießbedingungen und unterstützt eine gleichmäßige Erstarrung des Metalls.

Umsetzung der Kernmacherei durch die ao Gruppe

Eine gut umgesetzte Kernherstellung reduziert Ausschuss und Nachbearbeitungskosten der Gießerei. Dank strukturierter Arbeitsabläufe, qualifizierter Fachkräfte und einer sorgfältigen Prozessüberwachung stellen wir reproduzierbare Ergebnisse und eine stabile Serienfertigung auch bei komplexen Bauteilen sicher. Unsere Mitarbeiter bringen dabei umfassende Erfahrung in der Kernmacherei mit und passen die Prozesse flexibel an die jeweiligen Anforderungen der Produktion an. So unterstützen wir Gießereien dabei, ihre Abläufe effizient zu gestalten und die Qualität der Gussteile nachhaltig zu sichern.